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©Stefano Zardini
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©Stefano Zardini

Natur

Das Gebiet Cortina Delicious ist eine große Naturoase und bildet das Eingangstor zum Naturschutzpark der Ampezzaner Dolomiten und zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags.

Ein idealer Lebensraum für Steinböcke und Gämse, Murmeltiere, Hasen, Rebhühner und schließlich Adlernn, die hier jagen und ihre Nester bauen. Weiter unten im Tal leben Hühner und Tannenhäher.

Nicht zu überhören sind die unverwechselbaren spitzen Pfiffe der sympathischen Murmeltiere, die wie Wächter Ihr Kommen verkünden.

Und nicht zu vergessen die spektakuläre rosa Blüte der eisernen Rhododendren im Juni sollte man sich nicht entlgehen lassen.

Aus den Wäldern des Talbodens wagen sich die Rehe und Hirsche bis zu den Grenzen der Hochwiesen empor.

Es schimmern von Felsen eingefasste Seen eiszeitlichen Ursprungs.

Jahrhunderte alte knorrige und verästelte Arven lassen diese Landschaft als etwas Einzigartiges erscheinen, teilweise bilden sie wahre Kunstwerke.

Blumen und Tiere

Das Gebiet Cortina Delicious weist eine große topografische Vielfalt auf: von subalpinen Nadelwäldern bis hin zu felsigen Hochgebirgskämmen.

Je nach Lebensraum kann man hier die typischen Tier- und Pflanzenarten der Dolomiten bewundern.

Entlang der Wanderwege, kann man die Vielzahl der in tausenden von Farben leuchtenden Blumen bewundern, die teilweise unter extremen Bedingungen blühen.

Rottannenwälder
Gebiet: Nordseite der 5 Torri (Ortsteil Bai de Dones), Osthang des Monte Pore (Ortschaft Andraz).
Flora: Schwalbenwurz-Enzian, gefleckte Orchidee.
Fauna: Rehe, Marder, Auerhahn, großer Buntspecht, Sperlingskauz.

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Photo by Stefano Zardini
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©Stefano Zardini

Lärchen und Arven
Zone: Nordseite der 5 Torri (höherer Teil), die Umgebung von Malga Giau und Albergo Sasso di Stria.
Flora: Alpenwaldrebe, rostrote Alpenrose, Türkenbund.
Fauna: Tannenhäher, Huhn, Rotkopfkauz, Dreizehenspecht.

Kiefern, Erlen und Rhododendren
Zone: Ostseite des Nuvolau (Latschen/mughi), am Pore und Col di Lana (Erlen und Rhododendren), Lagazuoi, Gipfel des Falzarego (Südseite).
Flora: Zwergrhododendron, behaarte Alpenrose, Eisenhut, Rundblättriges Wintergrün.
Fauna: Amsel, Gämse, graue Tannenmeise.

Bergwiesen
1. Wiesen in fortlaufenden Schollen
Zone: 5 Torri, Falzarego, Passo Giau, Col di Lana – Monte Pore, Valparola.
Flora: Arnika, gepunkteter Enzian, gelbe Anemone, Bränderli (Bergorchidee).
Fauna: Murmeltier, Gämse.
2. Wiesen in begrenzten Schollen
Zone: Alpen von Lagazuoi, Col die Bos, Nuvolau, Sasso di Stria.
Flora: Pelzanemone, Zwergprimel, Alpenaster, Alpennelke, Silberwurz.
Fauna: Hase, Hermelin, Schneehuhn.

Vegetation auf der Hochebene
Zone: Nuvolau (Gipfel), Kleiner Lagazuoi, Falzarego Gipfel, Averau, Großer Lagazuoi.
Flora: Glockenblume, Felsenrapunzel, Felsenblümchen der Dolomiten, Felsenaurikel, Mannsschild.
Fauna: Adler, Rabe, Specht, Feldmaus.

Die Blüte der Rhododendren

Die prachtvolle Rhododendrenblüte im Frühsommer sollte man sich nicht entgehen lassen. Mit ihren intensiv rosaroten Blütenblättern ist diese Bergblume unverwechselbar.

Der „Rhododendron ferrugineum“ gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab: „ròdon“, Rose, und „déndron“, Baum, daher "Rosenbaum“.

Auf Deutsch heißt der Rhododendron Alpenrose, Rose der Alpen, weil er bis in 2000 Metern Höhe wächst. In den Apenninen wird er auch "Rose der Toten" genannt, weil eine alte Legende besagt, dass er aus dem Blut eines jungen Mannes hervorgegangen ist, der aus Liebe Selbstmord begangen hat.

Um die farbenfrohe Blüte, die im Juli ihre maximale Pracht erreicht, in vollen Zügen genießen zu können, empfehlen wir Ihnen eine Wanderung auf dem Weg Nr. 419, der Col Gallina mit den 5 Torri verbindet und für alle Altersgruppen geeignet ist.

C94W9804©Bandion
©www.bandion.it
Cortina_Animali_Ragno_ArchivioGuideAlpine(5)
©archivio Guide Alpine Cortina

DIE MURMELTIERE

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie zwischen den  5 Torri, dem Falzaregopass und dem Giau-Pass Murmeltiere sichten. Besser gesagt, Sie werden von den Murmeltieren gesichtet, die ihren Artgenossen Ihre Anwesenheit ankündigen: Sie werden das unverkennbare schrille Pfeifen der Wächter hören, die die herumtollenden, putzigen Jungtiere behüten und die Siesta oder das Sonnenbaden der anderen Murmeltiere bewachen. Dann muss man stehen bleiben und die Entwarnung abwarten. Mit etwas Glück bekommt man sie daraufhin zu sehen. Das soziale Gefüge der Murmeltiere ist der Familienverbund, der aus einem Paar und den letzten zwei Würfen besteht.
Sie wohnen in tiefen und verzweigte Gangsystemen, in denen sie den Winterschlaf verbringen.
Einst wurden sie wegen ihres weichen Fells gejagt, auch das Murmeltierfett sollte bei rheumatischen Schmerzen Wunder wirken. Heute leben sie ungestört und fürchten nur Adler, Füchse und Steinmarder.
Sehr gut beobachten kann man ihre Kolonien auch von den Terrassen vieler unserer Rifugios aus.

Die Fossilien

Es ist kaum zu glauben aber wahr: Wenn man durch das Gebiet Cortina Delicious wandert, ist es durchaus möglich, Fossilien von Schwämmen, Seeigeln, Mollusken, Gastropoden, Algen und dergleichen mehr zu finden, und das in über 2106 Metern Höhe über dem Meeresspiegel!

Es ist nichts Seltsames, wenn man bedenkt, dass die Geschichte der Berge des Gebiets Lagazuoi - 5 Torri vor gut 229 Millionen Jahren im Meer begann!

Infolge einer Serie von günstigen Umständen haben sich in der Region nach und nach tropische Meeresbedingungen entwickelt und die Entfaltung der heute ortstypischen Flora und Fauna ermöglicht.

Die Fossilien bezeugen daher das Leben im Wasser und auf dem Land, wie es vor Millionen von Jahren hier, inmitten dieser Berge war.

Es gibt wohl nichts Spannenderes, als sich auf der sogenannten Sankt-Cassian-Formation auf die Suche nach den Organismen zu begeben, die sich in lang vergangenen Zeiten gebildet haben und noch heute hier zu finden sind.